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Beschreibung

An den meisten Sehenswürdigkeiten des Natur- und Kulturerbes im weiteren Umkreis von Udin boršt führen drei thematische Wanderwege vorbei, die den Besuchern gesunde Erholung und abwechslungsreiche Erlebnisse bieten:

  • Wanderweg „Durch das Land des Konglomerat-Karsts“
  • Ländlich-naturkundlicher Lehrpfad „Kriva jelka“
  •  Wasserlehrpfad Strahinj

Entlang der ersten beiden Wege gibt es gelegentlich Rastplätze mit Bänken und Tischen, an denen sich die Besucher stärken und der Natur lauschen können.

 

Wanderweg „Durch das Land des Konglomerat-Karsts“

Thema des Wanderwegs:
Udin boršt ist eine Konglomerat-Terrasse zwischen Kranj, Naklo und Tržič, wo seit der Eiszeit vor 200–300.000 Jahren ein Karstbildungsprozess stattfindet. Heute gilt sie nicht nur in der Region, sondern auch darüber hinaus als Lehrbeispiel für Konglomerat-, aber auch für flachen und isolierten Karst. Aufgrund des Reliefs ist es auch eines der letzten zusammenhängenden Gebiete mit Tieflandwald in der Region Gorenjska.

Die große Mehrheit der Höhlen und die höchste Dichte an Dolinen befinden sich im westlichen Teil, weshalb dort ein Themenwanderweg angelegt wurde.

Inhalte und Verlauf der Route:
Der Themenwanderweg verläuft durch den westlichen, größtenteils am Rande gelegenen Teil des Udin boršt und verbindet 11 der charakteristischsten, interessantesten oder lehrreichsten Phänomene, die für den flachen bzw. jungen Konglomeratkarst typisch sind: Arneževa luknja, Kačja jama, Dopulnik, Arneševa zijalka, das Gebiet der Dolinen, das Blindtal, Kadunčev studenec und die Wasserfassung oberhalb von Strahinj, Velika Lebinca, der Grez-Dihalnik und das Blindtal. An allen Punkten befinden sich Informationstafeln mit dem Namen und grundlegenden Informationen zum Phänomen; in der Nähe des Grez-Dihalnik gibt es zudem eine Eingangstafel mit einer Karte und eine Tafel mit einer einführenden Beschreibung des Konglomeratkarsts im Udin Boršt. Entlang des Weges gibt es auch einen größeren Rastplatz sowie mehrere einzelne Bänke. Der Verlauf der Route ist mit Wegweisern mit dem Motiv einer krummen Tanne und farbigen Markierungsbändern an den Bäumen gekennzeichnet.

Ungefähre Dauer der Besichtigung: 3 Stunden
Länge der Route (in km): 9 km
Name und GPS-Koordinaten des Startpunkts: Dorfzentrum von Strahinj oder Zentrum von Spodnje Dupelj bei der Vogvar-Hütte
Art der Besichtigung (zu Fuß, mit dem Fahrrad…): zu Fuß oder in Kombination aus Radfahren und Wandern

 

Saisonale Zugänglichkeit der Route:
Die Route ist in allen Monaten zugänglich, außer von Dezember bis Februar/erste Märzhälfte, wenn der Großteil des Gebiets schneebedeckt ist. Aufgrund der Schneeschmelze oder der Nässe des Geländes durch Herbst-/Frühlingsschnee ist die Route im November und März weniger für Besuche geeignet. Generell lässt sich sagen, dass sie für normale Besucher zwischen April und Oktober geeignet ist.

Möglichkeit einer geführten Tour und Kontakt:

Nach vorheriger Absprache ist es für kleinere oder größere Gruppen, einschließlich Schulklassen, möglich, eine geführte Tour auf dem Wanderweg sowie zusätzliche Angebote zu organisieren (Snack unterwegs, Mittagessen in lokalen Gaststätten oder Restaurants, Lern- und Erlebnisworkshops auf dem Weg…).

 

Ländlich-naturkundlicher Lehrpfad „Kriva jelka“

Thematik des Wanderwegs:

Aufgrund der idealen Verstecke im Wald sowie der reichen ländlichen Umgebung und der nahegelegenen Städte waren hier im 19. Jahrhundert Räuberbanden aktiv. Diese ganz besonderen Räuber stammten meist aus den Reihen der Militärdeserteure und entwickelten im Laufe ihrer geheimen Tätigkeit einen besonderen Lebensstil und eine eigene Sprache. Über ihre Taten und (wundersamen) Fähigkeiten kursierten zahlreiche Geschichten, und heute können Sie diese bei einem Besuch ihres Treffpunkts „Pod krivo jelko“ oder „Finfranja“, dem Räuberfest am Ende des Winters, wieder aufleben lassen.

Inhalte und Verlauf des Weges:
Der ländlich-naturkundliche Lehrpfad „Kriva jelka“ verbindet 25 Stationen der ländlichen Wirtschaft, Natursehenswürdigkeiten sowie ethnologisch-historisches Erbe (einschließlich der Räuber) im nordwestlichen Teil des weiteren Gebiets von Udin boršt. Ihren Namen erhielt sie nach einem Ort im Herzen der dortigen Wälder, wo sich früher Räuber versammelten und der heute ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist.  Der Lehrpfad verläuft vollständig über Dorf-, Wald- und Feldwege, wobei die Besucher durch Holztafeln mit einer stilisierten Figur einer krummen Fichte und einem Wegweiser in die richtige Richtung geleitet werden. Der Weg ist körperlich nicht anstrengend, abgesehen von seiner Länge, da er insgesamt 15 km misst. Es ist auch möglich, einen kürzeren Rundweg zu wählen, der nur die ländlich-historischen Sehenswürdigkeiten abdeckt und etwa die Hälfte der Gesamtlänge umfasst. An einigen Punkten wird die Sehenswürdigkeit lediglich auf einer kleinen Tafel beschrieben, während sie an anderen Stellen nachgebildet ist (Modellbienenstock, Insektenhotel, Räuberlager…). An Punkt 17 befindet sich eine Raststätte für Besucher, einige einzelne Bänke gibt es auch an anderen Stellen entlang des Weges. Drei Abzweigungen verbinden den Weg mit Zgornje und Spodnje Duplje sowie Strahinj.

 

Ungefähre Dauer der Besichtigung: 5 Stunden (oder ca. 2,5 Stunden ohne den Teil, der die Karstphänomene besichtigt)
Länge des Weges (in km): 15 km (oder ca. 8 km ohne den Teil, der die Karstphänomene besichtigt)
Name und GPS-Koordinaten des Startpunkts: Am Eingang zum Campingplatz Trnovc (Zg. Duplje, an der Tržiška Bistrica), wo sich eine Informationstafel mit Karte befindet, oder im Zentrum von Spodnje Duplje beim Vogvar-Haus,
Art der Begehung (zu Fuß, mit dem Fahrrad…): zu Fuß oder in Kombination aus Radfahren und Wandern

Saisonale Zugänglichkeit der Route: Die Route ist in allen Monaten zugänglich, außer zwischen Dezember und Februar sowie in der ersten Märzhälfte, wenn der Großteil des Gebiets schneebedeckt ist. Aufgrund der Schneeschmelze oder der Nässe des Geländes durch Herbst-/Frühlingsschnee ist der Weg im November und März weniger für Besuche geeignet. Generell lässt sich sagen, dass er für normale Besucher zwischen April und Oktober geeignet ist.

Möglichkeit einer geführten Tour.

 

Wasserlehrpfad Strahinj

Thematik des Wanderwegs:
Wo immer uns Wasser umgibt, ist es auch Teil unseres Körpers. Ob Meerwasser oder Süßwasser. In Flüssen, Bächen, Tümpeln, Pfützen oder als Regenwasser ist es Süßwasser in der Natur. Wo es dort nicht gibt, fließt es uns aus dem Wasserhahn. Ansonsten können wir es uns im heimischen Garten selbst näherbringen, z. B. indem wir unseren eigenen Teich anlegen.

Auf dieser Grundlage haben Schüler und Lehrer des Biotechnischen Zentrums Naklo den Wasserlehrpfad Strahinj* (mit Verlängerung bis nach Udin boršt) konzipiert, der mit fünf Informationstafeln ausgestattet ist.

Inhalte und Verlauf des Pfades:
Der Wasserlehrpfad Strahinj mit einer Verlängerung bis nach Udin boršt umfasst 11 Stationen, an denen verschiedene Formen von Gewässern und die menschliche Lebensweise auf dem Land miteinander verflochten sind. Davon sind 6 wasserbezogen, die übrigen befassen sich mit ländlicher Wirtschaft und kulturellem Erbe.

Der erste Punkt des Weges befindet sich am Fischteich (1) vor dem Eingang zum Schulgebäude des Biotechnologiezentrums, wo der Weg beginnt. Hier steht auch eine Informations- und Lehrtafel. Daneben können wir uns auf eine Bank setzen, uns beim Rauschen des Wassers entspannen, Wasser- und Ufertiere beobachten und die Bedeutung der Pflanzen in Wasserökosystemen erkunden.

Die zweite Tafel beschreibt die Funktionsweise einer Pflanzenkläranlage. Sie ist vom Frühjahr bis zum Herbst am anderen Ende des Teiches in Betrieb.

Von hier aus setzen wir den Weg zum nächsten Punkt fort, den der ökologische Schulobstgarten und der Bienenstock (2) bilden. Es lohnt sich, die Umgebung des Weges aufmerksam zu beobachten. Neben den Schülern im praktischen Unterricht sehen wir Kranj-Graubienen. Dies ist eine autochthone slowenische Bienenart. Und wie hängen Bienen mit Wasser zusammen? Die Antworten finden sich auf der Informationstafel mit dem Titel „Was haben Wasser, Bienen, Honig und Obst gemeinsam?“.

Ein Spaziergang auf dem Feldweg führt uns vom Biotechnologiezentrum zur Nacovka, einer Terrasse glazialen Ursprungs. Wir halten an einer Hecke, die mitten im Sommer angenehmen Schatten spendet. Aus dem Text auf der Informationstafel erfahren wir, was eine Heckenreihe ist und was Nacovka (3) ist. Und wo ist hier das Wasser?

Wenn wir den schattigen Teil des Weges am Waldrand verlassen, setzen wir unseren Weg über das Feld bis zu einer kleinen Brücke über den Bach Dupeljščica (4) fort, an der Straße Strahinj – Spodnje Duplje. An diesem vierten Punkt informiert uns die Informationstafel über die Bedeutung, die das natürliche Flussbett für die Vielfalt des Lebens an seinen Ufern hat. Und warum heißt dieser Abschnitt „Suha dolina“ (Trockenes Tal), wenn hier doch ein Bach fließt?

Von hier aus können wir über den kleinen Wald am Rande der Nacovka-Terrasse zum Ausgangspunkt zurückkehren und unterwegs das hübsche hölzerne Kruzifix von Janezovec unterhalb von Ograjenka besichtigen; wenn wir noch genügend Zeit haben, setzen wir den Weg durch das Dorf Strahinj fort und biegen an der Kreuzung bei der Kapelle in Richtung des Biotechnologischen Zentrums ab. Unterwegs können wir noch einige kulturelle Denkmäler besichtigen (Bilder der Maria von Višarje, des hl. Nikolaus und des hl. Florian am Pavlet-Haus (5), die Kapelle der Muttergottes von Lourdes und daneben das barocke Janezovč-Haus (6) mit Bildern des hl. Martin und des hl. Florian.

Wenn wir statt zum Biotechnologischen Zentrum weiter durch das Dorf Strahinj gehen, machen wir zunächst Halt an der Wasserentnahmestelle „Za kaduncem“ (7), deren Wasser hier über das Karstuntergrundsystem von Udin boršt zusammenfließt. Die Wasserfassung wurde erstmals im Jahr 1930 errichtet und diente damals zum Wäschewaschen und zur Viehtränke. Die nächsten Stationen sind die Karsthöhlen Mala und Velika Lebinca (8), wobei letztere nach den jüngsten Höhlenforschungen auch die größte Höhle in der Region ist. An dieser Stelle betreten wir die Waldwelt von Udin boršt und können bereits die vielfältige Pflanzenwelt beobachten (9). Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir bereits den südlichen Teil des Kerngebiets von Udin boršt, wo sich die beiden Race-Teiche (10) befinden, die durch die Aufstauung des Baches Želinj in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden sind. Der erste bzw. untere wurde von Fischern angelegt und wird von ihnen bewirtschaftet, der obere hingegen von den örtlichen Jägern. Im unteren Teich finden wir somit Weißfische, unter den Fischen Karpfen, Rotfische (sog. Fischklein), Döbel, Wels… Der Döbel wurde hier künstlich angesiedelt, wodurch er die Bachforelle verdrängt hat. Nach etwa 5 Minuten Fußweg bergauf erreichen wir den oberen See, der übrigens eingezäunt ist. Dort können wir Teichenten beobachten, für andere Waldvögel wurden Nistkästen aufgestellt. Im Winter, wenn die Teiche gerne zufrieren, ziehen die Enten an die Sava.

Der Weg endet hier fast schon, doch wir kehren noch nicht um, sondern folgen noch eine Weile dem Želinjski-Bach, dem wichtigsten Oberflächengewässer in diesem Gebiet. Er entspringt in einem kleineren Teil des Udin-Boršt, der eine undurchlässige Oberfläche aufweist. In den Wäldern hier leben eine ganze Reihe von Waldtieren wie der Steinmarder, der Weißmarder, der Wassermarder, Frösche, Rehe, Hirsche, Wildschweine, Dachse, Füchse, Hermeline und Iltisse. Das Tal des Potik und unser Weg enden an der malerischen Quelle des Baches Želinj. Hier, inmitten grüner Wälder, dem beruhigenden Rauschen und dem Gefühl, dass Wasser unser grundlegendes Lebenselement ist, hat niemand es eilig, zurückzukehren….

Ungefähre Dauer der Tour: 2–3 Stunden
Streckenlänge (in km): 5 km
Name und GPS-Koordinaten des Startpunkts: Teich vor dem Biotechnologischen Zentrum Naklo bei Strahinj.
Art der Tour (zu Fuß, mit dem Fahrrad…): zu Fuß oder in Kombination aus Radfahren und Wandern

 

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